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9 [Photograph School] [Diy] Selfmade Hintergrundhalterung bei 20€!!!

Hallo ihr Lieben,
da Chris und ich bei der Wohungssuche vor einem halben Jahr ja unbedingt auf ein drittes Zimmer bestanden haben um dort unser Arbeitszimmer einzurichten, wurde es auch endlich Zeit dass meine geplante Fotoecke etwas voran kommt.

Von Anfang an war klar einen Teil des Zimmers ist für mein Foto Gedöns und einfach Blitze reinstellen ist ja nun wirklich keine große Kunst. Was ich wollte war eine kleine Auswahl an Hintergründen, die ich nach belieben wechseln könnte. Einen weißen Hintergrund habe ich durch die weiß gestrichene Wand, einen schwarzen Stoff hatte ich ja auch bereits. Was mir einfach fehlte war eine kleine Aufhängevorrichtung mit der ich meine Hintergründe schön aufhängen und schön auf und abrollen könnte.

Heute wollte ich meine Aufhängevorrichtung einfach mal zeigen und will sie euch definitiv empfehlen, da ihr sie für 20€ locker im Baumarkt (in meinem Fall OBI) bekommen könnt.

Wenn ihr also etwas Platz übrig habt, passt gut auf.



Alles in allem sieht meine Aufhängung so aus. An Material braucht es wirklich nicht besonders viel, ihr braucht nur folgendes: Ich habe wie obene erwähnt alles bei OBI bekommen.
  • Zwei Winkel am besten mit vorgefertigten Bohrungen
  • Zwei Schrauben mit Vollgewinde (etwa 50mm lang)
  • 4 Schrauben + Dübel (um die Winkel an der Wand zu befestigen)
  • Zwei Muttern (passend zu den Vollgewinde Schrauben)
  • Eine Gardienenstange (nehmt die billigste die ihr finden könnt, sie muss aber auch robust sein!)
  • Eine Paprolle (um Hintergründe darauf aufzuziehen)
An sich sind diese ganzen Materialien quasi Cent Beträge, es sind wirklich billige Materialien die ihr bei OBI alles als Einzelstücke kaufen könnt. Die Gardienenstange geht als einziges ein wenig ins Geld ca. 12€ hat meine gekostet, ihr müsst auch aufpassen wie Breit eure Aufhängung sein soll und daran natürlich die Größe eurer Stange aussuchen, meine ist 2,50m Breit. Die Papprolle wurde mir netterweise kostenlos bei Hellweg aus der Teppich Abteilung geschenkt.

Wenn ihr alle Materialien habt  kann es auch schon los gehen.

Ihr nehmt euch euer Maßband und misst am besten von der Decke aus ab wie hoch eure Aufhängung sein soll und Markiert die Höhe der Bohrungslöcher, so ist die Warscheinlichkeit sehr hoch dass die Stange am Ende grade hängt.

Ihr werdet wenn ihr dieselben Winkel habt wie ich natürlich insgesamt 4 Löcher bohren.

Sobald die Winkel hängen steckt ihr einfach die Vollgewinde Schraube von unten durch das vordere Loch des Winkels (siehe Bild unten) und dreht die Schraube mit der Mutter von oben fest, so kann die Schraube nicht herausflutschen und ihr könnt später viel schneller eure Hintergründe austauschen.


Als nächstes nehmt ihr eure Gardienenstange und bohrt ein Loch in der Größe der Vollgewindeschraube durch die Gardienenstange, so könnt ihr die Stange später einfach auf die Schrauben aufstecken und abnehmen.

Um nun eure Hintergründe zu wechseln müsst ihr nun eure Hintergründe am besten auf eine Paprolle Kleben. Schaut dass ihr alles so grade aufklebt, dass man den Hintergrund schön grade aufrollen kann und rollt sie dann komplett auf die rolle auf.

Um den Hintergrund auf die Aufhängung zu bringen müsst ihr einfach die Gardienenstange abnehmen, die Papprolle durchfädeln und das ganze wieder auf die Winkel stecken, abrollen und fertig.

So habt ihr die Möglichkeit verschiedenste Farb- oder Musterhintergründe auf Fotos auszuprobieren.

Ich bin mit der Aufhängung sehr zufrieden und hoffe ich konnte euch ein wenig inspirieren!

Liebste Grüße
Oli♥
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1 [Photograph School] Lektion 13 - Das richtige Objektiv


Hallo ihr Lieben,
puhhh lange ist es her seit der letzten Lektion. da ich ja nun den dritten Monat bei MyStyleHit unterwegs bin, ist mir im Bereich über Fotoequipment ein kleines Thema zu Ohren gekommen, was vielleicht viele von euch interessieren könnte. Vielen von euch die schon länger oder intensiver fotografieren wissen das vielleicht schon aber vielleicht habt ihr ja trotzdem Lust etwas dazu zu lesen.

Lektion 13
Das richtige Objektiv

Das richtige Objektiv ist für viele Hobbyfotografen ein besonderes Thema. Soweit ich weiß hat eigentlich jeder Kamera Narr ein Objektiv was er so gut wie immer aufgeschraubt lässt und nur abschraubt, weil es zu einer bestimmten Foto Kulisse technisch nicht passt.

Wenn ihr wissen wollt welches das richtige Objektiv für euch ist müsst ihr euch einfach fragen was für ein Typ Fotograf ihr eigentlich seid.

Da ich nun schon seit Zweieinhalb Jahren blogge würde ich mich eher als Beauty Fotografin bezeichnen, wenn auch "Fotograf" etwas weit hergeholt ist, da ich ja eigentlich nichts kann ;D

Ich steuere also in den Bereich Beautyportrait und Makroaufnahmen und da habe ich natürlich meinen ganz persönlichen Liebling.

Mein Liebling ist das Nikon Nikkor 50mm 1:1.4, dabei handelt es sich um eine Festbrennweite, Hierzu mehr Anhand *meines Objektives als Beispiel. 

Festbrennweite gegen Zoomobjektiv

Was man Grundsätzlich über Festbrennweiten wissen muss ist, dass der Name "Festbrennweite" aus dem Grund herrührt, weil man eine Feste Brennweite hat und wer in in der Photograph School gut aufgepasst hat weiß, dass damit eben ein bestimmter Zoom fest steht und somit einfach der Bildausschnitt den ihr zur Verfügung habt. Man muss auch wissen, dass es genauso Vor- und Nachteile hat wie jedes andere Objektiv. hier mal eine kleine Aufstellung.

Festbrennweite

Pro:

  • Kleiner und leichter
  • Möglichkeit der sehr offenen Blende (Mehr Spielerei mit Schärfe/Unschärfe)
  • Sehr Lichtstark (Ermöglicht gute Bilder bei schlechteren Lichtverhältnissen)
  • Brilliantere Farben
  • Knackige Schärfe und mehr Details
  • Keine Vignettierung (Dunkle Ränder)
  • Umwerfendes Bokeh
  • Verzerrungsarm (besonders bei Portraits)

Contra:

  • Viel teurer als ein Standart 18-55mm Zoom Objektiv
  • Bildausschnitt steht fest (man muss viel laufen, durch den geringen Weitwinkel braucht es viel Abstand um große Motive einzufangen wie z.B. Gebäude)
  • Größerer Mindestabstand als bei üblichen Kit Objektiven (Mindestens 32cm)
  • Nicht Makrofähig durch Mindestabstand (siehe oben) (kann mit Makro Linsen kombiniert werden)
  • *Kein Bildstabilisator

Zoomobjektiv

Pro:

  • Variabler Bildausschnitt
  •  Großer Weitwinkel

Contra:

  • Oft Vignettierung
  • Schwammige, detailarme Bilder
  • Schwächere Farben
  • nicht sehr schönes Bokeh
  • Variable Blende (Je mehr Zoom/Brennweite ihr wählt desto größer wird die kleinste Blende und nimmt viel Freiraum in Sachen Schärfe/Unschärfe)
  • Schnell verzerrte Bilder (durch falschen Abstand zur jeweiligen Brennweite)
  • Nicht sehr Lichtstark (Kaum Möglichkeit auf gute Fotos in schlechten Lichtverhältnissen)
Man sieht also schon die Vorteile überwiegen irgendwie bei der Festbrennweite ABER das heißt nicht dass es das einzig Beste auf der Welt ist. Jeder hat seine spezielle Vorliebe, sein liebstes Motiv Thema, seine liebste Brennweite und seine liebste Blende. Klar sind technisch gesehen die Festbrennweiten einfach Qualitativ besser und bieten mehr Möglichkeiten in Bildkomposition aber dann kann man sich auch teurere Zoom Objektive anschaffen statt nur das blöde Kit Objektiv und dann ist man wieder besser dran.

Ach übrigens wollte ich auch noch loswerden, dass die Kit Objektive bei den Spiegelreflexkameras irgendwie immer Qualitativ total mies sind (im Vergleich) und man kann oft direkt überlegen nur ein Body Kit zu bestellen und einzeln ein Objektiv dazu.

 

Wer unter euch jetzt denkt "was hab ich mit dem Thema zu tun, ich fotografiere nie Beauty sondern nur Tiere oder nur Makro" dem kann natürlich ebenfalls geholfen werden.

Für Fotografen der Tierwelt trifft das Thema Zoomobjektiv wieder zu, allerdings reicht alleine in weiträumigen Zoos soein 18-55mm Objektiv nicht aus um schöne Tier Portraits zu bekommen.

Für solche Aufnahmen sind dicke Rohre nötig. Man geht da eher in den Tele Bereich wie ich z.B. mit meinem 55-300mm Rohr und da gibt es ja noch richtig dicke Profi Rohre mit denen kann man wie Chris sagen würde "......Von hier den Arsch vom Papst ablichten"

Meine Zoo Fotos mit dem 55-300mm habe ich euch ja HIER einmal gezeigt.

 

Wer dagegen eben eher die Makro Schiene fährt der sollte entweder eine Festbrennweite mit Makro Linsen oder Vorsätzen kombinieren oder direkt ein Makro Objektiv kaufen.

Makro Objektive, welche auch wieder Festbrennweiten sind, sind für Nahaufnahmen gemacht und daher das Beste für das Thema. Sie setzen Nahaufnahmen super durch das schöne Bokeh und die schönen recht kleinen Schärfebereiche in Szene. Es gibt da auch viele Spielmöglichkeiten, weil man es auch super für Portraits benutzen kann, man mag es kaum glauben. 
Da ich selber aber kein Makro Objektiv habe, will ich da nicht zu viel behaupten, ich lese und schaue Videos und daher meine Infos.

Schlussendlich seht ihr, dass jeder irgendwann bei dem Thema Zoomobjektiv oooder Festbrennweite steht. Ich hoffe einfach ich konnte euch da einfach mal ein Paar hinweise liefern, die euch interessiert haben.


Um euch z.B. mal den Bokeh Unterschied zwischen meinem Zoom und der Festbrennweite zu erklären habe ich zwei Beispiele vorbereitet.

Ihr werdet anhand der Beispiele eh sagen "die Perle achtet auf SOWAS? Gott ist die bekloppt" Aber JA auf sowas achten eben Foto Narren :D Also Los gehts!



Hier ist wirklich hinschauen gefragt.

Ich habe bei beiden Objektiven versucht  denselben Bildausschnitt einzustellen. Was direkt auffällt ist das sich rechts im Bild alles zu den Rändern hin etwas zu wölben scheint, das Bild verzerrt einfach. Nicht bloß das unscharfe Motiv wölbt sich dabei sondern auch das Bokeh bildet zum Rand hin eier statt perfekte Kreise.

Links im Bild sind von Mitte bis hin zum Rand perfekte Bokeh Kreise zu erkennen, das Motiv scheint auch nicht gewölbt zu sein und Aufgrund der kräftigen Naturfarben kann das Zoom Objektiv in Sachen Farbbrillianz hier noch ganz gut punkten.


Bei diesem Beispiel kann man rechts im Bild wieder die Bokeh Eier sehen. Links im Bild kann man auch bei genauem hinsehen mehr Helligkeit im Bokeh wahrnehmen, sie leuchten kräftiger als rechts, einfach gleichmäßiger. Bei den rechten Bokehs und auch im oberen Bild scheint der Bokeh Rand der hellste Teil zu Teil und dass es zur Mitte hin verblasst, bei der Festbrennweite ist einfach die Ausleuchtung des Bokehs gleichmäßiger und nicht so stark abfallend und so treten Bokehs in Aufnahmen auch nochmal viel schöner in den Vordergrund.



Um das für euch einfach nochmal deutlich als Tipp zu sagen, ich fotografiere wirklich zu 100% mittlerweile nurnoch mit meinem 50er Objektiv, mache damit meine Amu Portraits und auch Produkt Bilder und Swatches. Für Nahaufnahmen benutze ich dann Makro Linsen von Polaroid und so einfach ist das ;D

Ich hab mir auch deshalb die 1.4 Lichtstärke zugelegt, weil ich eben ein richtig mega tolles Objektiv wollte und das war auch meine beste Investition bisher, das 1.8 hat meinen Ansprüchen einfach nicht genügt, ich wollte einfach das Top of the Tops für mein Equipment, weil ich sonst an vielen Ecken spare.

Wir sehen uns dann beim nächsten mal und nicht vergessen, immer schön neue Sachen ausprobieren und erzählt mir ruhig von euren Erfahrungen, da wäre ich ganz heiß drauf.

Erzählt mir doch auch vielleicht welche Themen euch noch interessieren würden?

Liebste Grüße
Oli♥
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10 [Photograph School] Das richtige Portraitlicht?


Hallo ihr Lieben,
da viele von euch mich gerne mal nach meiner Beleuchtungsweise beim Fotografieren von Beispielsweise AMUs oder Portraits fragen, habe ich beschlossen euch eine kleine Veranschaulichung zum Thema Portraitlicht fertigzustellen.


Lektion 12 
Das richtige Portraitlicht?


Wie ich so in der Fotografie einfach gemerkt habe, gibt es nicht wirklich ein richtiges Portraitlicht. Ein Fotograf ist gleichermaßen ein Künstler und so entscheidet eben eure Belichtung über den Look eures Fotos und wie alles in Sachen Kunst gibt es da kein wirkliches richtig oder flasch, findet ihr das Ergebnis gut, dann ist eure Beleuchtung richtig.

Viele von euch fragen nach dem Thema, weil sie sich mit dem Thema Licht einfach noch nicht so recht beschäftigt haben, einfach eine Lampe oder einen Blitz zu kaufen heißt nicht sich damit zu beschäftigen.

Wer wie ich z.B. mit nur einer einzigen Lichtquelle arbeitet muss einfach mal sehen wie sich das Foto verändert, je nachdem wie sich der Ort der Lichtquelle zum Model/Objekt verändert.

Ich habe also mal netterweise für euch eine kleine Beleuchtungsreihe angefertigt um euch zu zeigen wie ein Portrait mit verschiedenen Lichtwinkeln ausschaut.

Hier einmal ein klines Light Setup und nochmal zu verdeutlichen wo der Blitz bei welchem Foto wirklich stand. Was ich auf dem Light Setup nicht zeigen konnte war leider, ob der Blitz nach oben oder unten geneigt war, das schreibe ich aber bei der Bilderreihe dazu.


Wie im Light Setup schon zu sehen ist, habe ich für diese Beleuchtungsreihe nur einen Blitz mit Bouncer genutzt also keinen Streuschirm oder etwas ähnliches. So wird das Ergebnis deutlicher.

Hier nun also die Ergebnisse von den verschiedenen Beleuchtungswinkeln.

Danke an mein kleines Männer Model Chris ;)



Wie man bei vergrößerter Betrachtung sieht (ein Klick macht alles größer) hat jeder Beleuchtungswinkel seine eigenen Vor- und Nachteile und bewirkt verschiedene Eindrücke.

Wie vielleicht viele von euch bemerkt haben, wird für sehr dramatische oder Horror Szenarien gerne ein Licht von unten geleitet, es gibt dieses Gewisse Böse ins Gesicht. 

Wer direkt Frontal beleuchtet, reduziert die Schattenbildung fast völlig und damit wirkt ein Gesicht auf dem Foto nicht sehr definiert. 

Licht welches von oben fällt wirkt am natürlichsten, das kommt logischerweise von der Sonne, die schließlich vom Himmel leuchtet und somit ist eine dementsprechende Schattenbildung z.B. unter dem Kinn und den Nasenflügeln am natürlichsten.

Viel gibt es zu dem Thema nicht zu sagen, wie gesagt ist Beleuchtung eher ein sehr freies Thema und viele trauen sich an verschiedene Beleuchtung garnicht heran, bei AMUs benutze ich persönlich auch nur frontales Licht, damit mein Make-Up natürlich nicht von Schatten verdeckt wird. Bei Spaß Fotoreihen wandere ich dann aber doch mal mit dem Licht und gucke wie ich in meinem kleinen Zimmer doch noch den Blitz in einen interessanten Winkel bekomme.

Tja was kann ich weiter dazu sagen? Diese Technik ist mit jeder Art Lichtquelle kompatibel, natürlich statt mit Blitz auch mit einer Softbox oder einer kleinen Tageslichtlampe, probiert einfach herum solange es sich anbietet.

Kleiner Tipp: Habt ihr in eurem "Fotozimmer" vielleicht EIN Fenster an dem ihr Fotografiert? Vielleicht versucht ihr euch einfach mal vor dem Fenster in eine andere Richtung zu drehen also statt vor dem Fenster zu stehen und abzudrücken, dreht euch so, dass das Fenster rechts von euch steht und drückt ab, da Foto sieht direkt ganz anders aus. (natürlich schwierig wenn im Hintergrund Gedöns steht aber man kann es mal versuchen)

Also übt schön weiter, stellt mir eure Fragen und viel Spaß. Ich hoffe euch konnte euch helfen.

Liebste Grüße
Oli♥

 


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1 [Photograph School] Lektion 13 - Was sind Mitzieher und wie fotografiert man diese?


Hallo ihr Lieben,
neulich habe ich euch ja eine ganz besondere kleine Foto Technik anhand eines Fotos für meinen Bruder gezeigt, es handelt sich dabei um ein quasi umgekehrtes Sportmotiv, die Technik war mir selbst ohne Tutorials schnell klar .

Lektion 13
Mitzieher

Wie lassen sich Mitzieher am besten erklären? Wie oben bereits gesagt kann man es wirklich als umgekehrte Sportfotografie bezeichnen, denn oft möchte man ja bei Sportfotografien auch mal Bewegungunschärfe im Bild haben, je nachdem. Dabei wird das Objekt oft etwas unscharf, der Hintergrund bleibt jedoch scharf, oft durch ein Stativ gegen die eigene Verwacklungsunschärfe.

Bei Mitziehern kommt aber ein genau gegenteiliger Effekt zum Vorschein. Euer Objekt ist fast komplett scharf wohingegen sich euer Hintergrund zu bewegen scheint, eben wie in dem unten gezeigten Beispiel.



Wie ihr seht ist bei dem Foto sogar der Fahrer und die ganze Form des Autos klar erkennbar, der Hintergrund ist fast bis zur Unkenntlichkeit verschwommen und dadurch erscheint es als würde das Auto wirklich an dem Betrachter vorbei rasen, die durch Bewegung verschwommenen Reifen unterstützen den Effekt.

Ihr wisst nun um welche Art Fotos es geht, wie schießt ihr diese nun?

Es ist an sich ganz einfach, bei bewegenden Objekten steht man ja selbst als Kameramann immer still und lässt die Dinge regungslos auf sich zukommen und drückt ab, bei Mitzieher ist eure Aktion gefragt, ihr müsst euch nämlich beim fotografieren bewegen und das eben mit dem sich bewegenden Objekt, ihr zieht also mit dem Wagen mit.

Wie genau sieht das in der Praxis aus?

Ihr stellt euch an einen passenden Ort wo ihr ungestört einen Wagen auch mal hin und her fahren lassen könnt ohne eure Nachbarn in den Wahnsinn zu treiben, denkt auch daran dass sinnloses umherfahren mit dem Wagen Polizisten und evtl. eine kleine Strafe mit sich bringen kann, fotografiert also nicht unbedingt eine Straße entfernt von der nächsten Polizeistation xD

Habt ihr eine Stelle gefunden stellt ihr euch natürlich in Sicherheit an einen Punkt und könnt selbst ohne Stativ stehen bleiben, eure Kamera testet ihr vorher auf die Lichtverhältnisse und stellt sie anschließend folgendermaßen ein. Ihr stellt am besten einen Bewegungsfokus in der Kamera ein (wer von euch sowas hat) Das heißt so viel wie, dass ihr ein Objekt verfolgen könnt und die Kamera stellt automatisch die ganze Zeit scharf, ohne geht es aber auch. Stellt einfach an dem Punkt an dem ihr abdrücken werdet einen manuellen Fokus ein. Zudem müsst ihr den Serienbilder Modus einstellen, welcher bei durchgedrücktem Knopf mehrere Bilder hintereinander schießt.

Die Belichtungszeit ist da etwas schwieriger, ihr müsst mit dem Fahrer des Wagens ausmachen mit welcher Geschwindigkeit der Wagen fahren wird und müsst anhand dessen eure Belichtungszeit einstellen, ihr könnt euch schonmal vorbereiten daher eine kleine Blende verwenden zu müssen.
Sollte der Wagen mit 30km/h fahren so ist als Richtwert eine Belichtung von 1/30 nahezu ideal. Ich habe vieles ausprobiert aber nachdem ich diesen Tipp dann doch fand km/h = Belichtungszeit, klappte es schließlich wirklich.

Die Praxis

Es geht nun los. Ihr steht an eurem vereinbarten Platz und der Wagen fährt los, ihr verfolgt erstmal ohne auszulösen das Auto durch den Sucher schonmal von weiten bis er in einen Sichtkegel von ca 90° parallel zur Straße erscheint. ab da drückt ihr ab,während des abdrückens (haltet den Knopf kontinuierlich fest) verfolgt ihr mit der Kamera das Auto während es an euch vorbeifährt. Es werden nun viele Bilder in der Belichtung von 1/30 geschossen und eure Trefferquote ist höher als bei Einzelbildern.

Hier einmal eine kleine Animation für euch, für diejenigen die es durch das lesen alleine nicht verstehen.

Wie ihr seht ist das System denkbar einfach aber genial und der Effekt einfach einzigartig. Man braucht wirklich ein wenig Glück aber das wird.

Ich hoffe einfach, dass ihr die Technik einmal versucht und mir eure Erfahrungen schildert, ich würde mich freuen. Bei Fragen stehe ich natürlich immer mit Rat zur Seite.

Das war sie also, die neuste Lektion der School, ich hoffe sie hat euch gefallen und nicht vergessen, immer üben ;)

Liebste Grüße
Oli♥
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16 [Photograph School] Lektion 12 - Wofür braucht man einen Externen Blitz


Hallo ihr Lieben,
es war ja ein Weilchen still in meiner School und heute begrüße ich euch herzlich zurück mit einer neuen Lektion. Diesmal geht es um ein eher Fortgeschrittenes Thema und zwar das blitzen.
Es wird ein langer Post also seid nicht all zu überrascht :D

Lektion 12 
Wofür braucht man einen externen Blitz


Als ich mit der Fotografie begann, habe ich nie verstanden wozu ein Fotograf unbedingt einen Aufsteckblitz gebrauchen kann, in der Schule fotografierten wir stets mit Softboxen, da uns das handling mit Blitzgeräten doch etwas schwer fiel. Softboxen können bei Fotografie aber eine menge Kaputt machen, nämlich oft die Lichtfarbe. Und Blitze können dagegen ein wahrer Segen sein.

Da ich ja wie ihr wisst Beauty Produkte, vorzugsweise Lidschatten oder mich fotografiere, muss die Farbe der Produkte natürlich so nah wie möglich an realen Fakten sein. Oft kommt es vor, dass mir ein Lidschatten in Petrol oder Smaragd eher ins bläuliche läuft weil die Blöde Softbox alles so extrem verfälscht.

Jede Kamera versucht natürlich mit vorgefertigten Weißabgleich eine passende Einstellung für Kunstlichter zu finden, allerdings ist je nach Lichtquellen die ihr euch anschafft eure Kamera etwas überfordert mit der Lichtfarbe, denn die richtige Kelvin Zahl für Tageslicht zu finden ist für viele nicht einfach und selbst DANN kommt es bei Softboxen vor, dass die Birne toll ist aber euer Diffusorstoff auf der Softbox wieder das Licht verfälscht und damit ein manueller Weißabgleich unabdingbar ist. 

Selbst bei manuellem Weißabgleich passierte es dass die Farben nicht zu Hundert Prozent identisch waren und somit fasste ich mir ein Herz und informierte mich endlich mal richtig über Aufsteckblitze auch extrerne Blitze genannt.


Aufsteckblitze haben schonmal den Vorteil, dass sie Leistungsstärker sind als euer interner Aufklappblitz. Das bringt euch natürlich aber nichts wenn ihr einfach nicht damit umgehen könnt.



Ein Aufsteckblitz der etwas Kostspieliger ist kann euch z.B. den Vorteil bieten, dass ihr den Blitzkopf in beliebige Richtungen Schwenken könnt und damit den Lichteinfall auf euer Objekt/Model ganz gezielt steuern könnt. 

*glubsch*
Ihr versteht nicht was man mit Licht steuern meint? Ein Blitz ist ja wirklich sehr hell und was passiert bei sehr hellem Licht? Genau es gibt sehr harte Schlagschatten im Gesicht des Models, hinter Objekten usw. Wenn ihr diese Schatten reduzieren und euer Licht streuen möchtet, gibt es den kleinen Trick gegen eine Decke nach oben zu fotografieren oder gegen einen Reflektor oder einfach gegen eine weiße Wand. Das Licht wird von der Fläche reflektiert, gestreut und ergibt sofort ein weicheres Licht.



Externe Blitze haben zudem auf der Rückseite ein kleines Menü bei dem ihr leicht einstellen könnt wie helles Licht beim Fotografieren abgefeuert werden soll, bzw. wie viel Licht abgefeuert wird. Bei einigen Blitzen kann sogar der Lichtkegel gesteuert werden, indem man angibt welchen Zoomfaktor der Blitz haben soll, so könnt ihr gezielt auf weiter entfernte Objekte blitzen oder einfach nur gezielt ein gestreutes oder sehr gebündeltes Licht erzeugen.














Wie ihr seht, könnt ihr ganz gezieltes Licht mit einem Zoom Blitz erzeugen.


Große Aufsteckblitze haben zudem ein kleines Extra am Kopf eingebaut, um besonders Outdoor schöne Portraits zu schießen Es ist ein Blitzdiffusor, der das meiste Licht wegstrahlen lässt und einen Teil des Lichts gegen die weiße Kante strahlt und in die Augen des Models reflektiert wird. Durch diese Reflektion bekommen die Augen des Models wunderschöne Catchlights und die Augen sehen lebendig aus.







Wem der Direkte Blitz viel zu hart ist, kann sich für den Blitz für ein Paar Euros noch einen kleinen Bouncer anschaffen, es ist nichts anders als ein aufsteckbarer Diffusor für den Blitz.




















Das Blitzen mit Blitzgerät schließt zudem einen ganz besonderen Nachteil aus, z.B. in Studios/Otto Normal Wohnzimmern bietet der Blitz eigentlich überhaupt keine Bewebungssunschärfe an, das aber nur sofern der Blitz die hellste Lichtquelle darstellt.


Ihr seht das ein Blitz einfach nur ein Gottgleiches Geschenk an jeden Beautyfotografen ist und das wusste ich bis dahin noch nichtmal, woher auch? Ich kannte nie einen "Fotografen" der mehr drauf hatte als eine Kamera zu kaufen und auf Automatik abzudrücken.


Auch eine sehr tolle Möglichkeit die uns ein Blitz bieten kann sind dann noch eine perfekte Lichtfarbe, denn jede Kamera ist auf das Licht eines Blitzes ausgelegt und so steht einer unglaublich originalgetreuen Farbe nichts mehr im Wege.



Der letzte Super Trick eines Externen Blitzes? Für ein paar Euros bekommt man ein Blitz Entfesselungssystem um logischerweise Entfesselt blitzen zu können. Entfesselt blitzen bedeutet nichts anderes als den Blitz unabhängig vom Standort der Kamera fern zu zünden. Mit dieser Technik ersetzt ihr ganz Leicht Softboxen, schon alleine deswegen weil sich mehrere Blitze gleichzeitig fernzünden lassen. 

Soein Fernzünder wird ganz einfach zwischen den Blitzschuh des Blitzes geschaltet und einmal auf dem Blitzschuh der Kamera gesetzt und funktioniert, sobald beide Funkauslöser eingeschaltet sind.




















Um noch schöner eine Softbox zu ersetzen, könnt ihr euch einen Blitz Reflektorschirm oder einen Blitz Durchlichtschirm anschaffen.

Der Reflektorschirm, hat ähnlich wie oftboxen eine silberne reflektierende Innenseite und ist außen schwarz um kein Licht durch zu lassen. Soein Schirm wird üblicherweise mit der geöffneten Seite zum Model gerichtet.

Der Durchlichtschirm hingegen ist einfach ein Diffusor der Licht streuen soll. Soeinen Schirm richtet man mit der Spitze richtung Model und schießt den Blitz quasi durch den Schirm hindurch.






Seit ich mir vor einiger Zeit einen Blitz angeschafft habe, bin ich total glücklich mit meinen Fotos, ich sehe mehr Details und bessere Farben durch mehr Licht, durch weniger Verwacklungen.

Ein Blitz ist viel Platzsparender als eine Softbox und kann viel heller sein wenn ich es möchte, zudem kann man Freunde unglaublich toll während eines Gesprächs spät Abends draußen im Garten Paralysieren dank "Testschuss" xD

Ihr seht ich würde soeinen Blitz definitiv empfehlen, natürlich aber nur dann, wenn man auch wirklich gewillt ist damit sinnvoll zu üben ;) Ansonsten tun es unkomplizierte Softboxen auch, denn ein Blitz in einem komplett abgedunkelten Raum funktioniert ja nicht, da es kein Dauerlicht ist und man eine zweite kleine Lichtquelle benötigt.

Sollte jemand von euch weitere Tipps zum blitzen haben, fragt mich einfach in den Kommentaren und schaut einfach in ein paar Stunden wieder rein, ich beantworte alle Fragen sehr gerne ;)

Liebste Grüße
Oli♥

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7 [Photograph School] Weil Lightroom/Photoshop einfach Spaß macht :D

Hallo ihr Lieben,
heute gibt es für euch einfach mal nur ein Foto in verschiedenen Bearbeitungen für euch.

Ich bin ja wie ihr wisst bei Fotos nicht so der Retusche Fan wenn es darum geht etwas originalgetreu zu dokumentieren. Mal ein Pickel hier weg oder da geht klar und je nachdem wie das Foto geworden ist und ob es einigermaßen künstlerisch Wertvoll ausschaut, mache ich dann auch mal zum Vergnügen die Haut etwas weicher aber nicht so extrem oder spiele auch mal mit weniger Sättigung in den Farben oder gleich mit Schwarzweiß Varianten herum.

Hier und da wird auch  nochmal der Pinsel an die Augen gelegt um sie richtig intensiv zum leuchten zu bringen. So wird dann ein langweiliges Foto auch etwas interessanter.

Original ohne bearbeitung
Schwache Sättigung, weiche Haut
Schwarz-weiß, weiche Haut, intensive Augen
Momentan sieht es an der Photograph School Front ja etwas schwächlelnd aus und mich würde sehr interessieren, was ihr so gerne noch über Fotografie wissen möchtet, 1 oder 2 Themen habe ich da noch im Hinterkopf aber vielleicht habt ihr ja explizite Fragen.

Ich hoffe es kommt nicht zu viel Ansturm wegen der Bildbearbeitung weil darum sollte es ja nicht unbedingt gehen, ihr sollt ja in der Lage sein ein Foto bereits super gut zu schießen um Bearbeitung zu ersparen. Wer sich allerdings einfach nur für gute Programme interessiert. Photoshop und Lightroom sind eben meine Adressen für Fotos.

Ich freue mich auf eure Themenvorschläge.

Liebste Grüße
Oli
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6 [Photography School] Lektion 11 Was sind Makroaufnahmen?


Hallo ihr Lieben,
neulich kam mir ja bei meinem kurzen Shooting mit Blühten ja die rettende Idee dür eine neue Lektion Photograph School, denn ich glaube es schwirren eventuell ein Paar Mythen um dieses Thema, die ich gerne aufklären möchte.

Lektion 11 

Was sind Makroaufnahmen?
Der Unterschied zwischen Makro Aufnahmen und Nahaufnahmen

Makro Aufnahmen sind vielleicht so manchem bekannt, anderen völlig unbekannt. Ich erkläre es also nochmal für alle. 

Makro Aufnahmen sind nicht gleich Nahaufahmen von Objekten, Tieren, etc. Dabei geht es nicht darum eine Vase eben mal von 1 Meter Entfernung und dann nur von 20 Zentimetern Entfernung abzulichten.

Bei Makros geht es wirklich um die Liebe zum Detail in unserer schönen Welt. Es gibt viele Details um uns herum, die wir mit bloßem Auge garnicht wahrnehmen können und so eine Makroaufnahme ist einfach sehr faszinierend und interessant und zeigt uns Menschen gegenseitig unsere wunderbaren manchmal mikroskopisch kleinen Wunder.

Ich möchte euch wirklich nochmal den Unterschied Erklären. 

Eine Makro Aufnahme ist wirklich nicht einfach eine Nahaufnahme... Es geht nicht darum nur mal mit der Kamera grade so ein Auge zu Fotografieren

Kein echtes Makro Bild / Eine Nahaufnahme
Es geht eher darum, so nah am Auge zu sein, dass man scharfe und unscharfe Punkte hat und mit diesen spielt und zwar um z.B. so extrem nah an eine Iris heranzukommen, bis man sieht, das die Iris garnicht ebenmäßig ist sondern aufgebaut ist wie eine Landschaft mit einem Riesen Krater in seiner Mitte, gleich einem Abgrund ins Nichts.

Ein gutes Makro Bild
Es geht nicht darum einen Lidschatten aus 30 Zentimetern Entfernung abzulichten, Photoshop zu öffnen und das Bild so auszuschneiden, dass das Pfännchen so groß ist wie der Bildausschnitt selbst.

Kein echtes Makro Bild / Eine Nahaufnahme
Es geht viel mehr darum so nah an den Lidschatten heranzukommen, bis man exakt die Prägung des Lidschattens erkennt und jeden Glitzerpartikel einzeln wahrnehmen kann.  

Ein akzeptables Makrobild, wenn auch nicht  genug Details für meinen Geschmack
Es geht nicht einfach darum eine Schmeißfliege auf einer Blume sitzen zu sehen und zu denken "ha jetz hab ich dich!"


Kein echtes Makro Bild / Eine Nahaufnahme
Es geht darum Schönheit in seiner Perfektion zu zeigen und das zu sehen was niemand sieht.
 
Ein echtes Makro Bild!
Makroaufnahmen sind einfach so was von faszinierend ich bin ja selbst immer sehr gerne am Makrofotografieren aber mir ist so ein Makroobjektiv einfach viel zu teuer momentan. Ich kann euch nur sagen, wenn man so ein Foto wie meine Fliege hier ohne professionelles Equipment schafft, die wirkt als wäre sie Groß wie ein Chihuahua, ihr glaubt garnicht wie stolz man sich fühlt wenn man nur mit Experimenten so etwas Fantastisches ablichten kann. Ihr seht ich bin sehr begeistert von dieser Fotografie Technik xD

Um tolle Makros zu machen gibt es viele kleine Hilfsmittelchen bei Amazon/Ebay zu ergattern.
Tolle Makros bekommt ihr locker mit einem Makro Filterset von beispielsweise Polaroid hin. Es sind 4 Linsen mit unterschiedlicher Vergrößerung, die ihr sogar miteinanderr kombinieren könnt.

Makro LINSEN sind jedoch auf ein Bestimmte Objektivgröße begrenzt. Ihr müsst auf eurem Objektiv lesen wie viel Durchmesser es hat und dann dementsprechend eure Linsen bestellen.

Mit einem Klick wird man gleich schlauer ;)

Ein anderes Spielzeug ist ein Makros Vorsatz. Diesen Spannt man wie eine große Lupe einfach vorne am Objektiv an und hat eine feste Vergrößerungsstufe  

Ein Makro Vorsatz ist für jede Größe bei Objektiven geeignet. Ich persönlich finde die Ergebnisse mit dem Vorsatz noch einen ticken genialer als mit den Linsen.

Mit einem Klick wird man gleich schlauer ;)

Um tolle Makros zu machen muss man wirklich viel experimentieren, die Welt einfach mal durch das Objektiv beobachten. Mit den Objektiven und Brennweiten spielen und man bekommt locker mal tolle Schüsse hin, Geduld ist aber immer Pflicht. Es ist wirklich garnichts für ungeduldige.

So ich hoffe diese Lektion hat euch gefallen und ihr versteht nun was eine Makrofotografie ist und was eine Nahaufnahme ist ;)

Liebste Grüße
Oli♥
 
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6 [Photograph School] Lektion 10 - Tipps und Tricks für Helle Bilder / Beleuchtung


Hallo ihr Lieben,
Puh ich versuche mir jetzt immer mehr Tipps für euch einfallen zu lassen, damit ihr schnell und einfach gute Ergebnisse erzielen könnt, auf meine letzte Idee bin ich besonders stolz, da ich da erst nie dran dachte, und google nach zu urteilen auch sonst eher wenige :P

Heute gibt es also eine neue Lektion für euch und sie heißt:

Lektion 10  
Tipps für helle Bilder / Beleuchtung

Tipp Nr. 1  - Die Blende

Die Blende ist ja bekannterweise wie in meinen ersten Lektionen bereits angesprochen ein super Tipp um eure Bilder bei einer nicht so optimalen Helligkeit ein wenig heller zu bekommen. Stellt eure Blende einfach mal von Blende 6f auf 4f und ihr habt schon wieder ein klein wenig Helligkeit gewonnen.

Contra Punkt: Je kleiner eure Blende ist, desto heller wird euer Bild, jedoch verringert sich auch euer schärfebereich dabei. Also aufgepasst bei Gruppenfotos!


Tipp Nr. 2 - Die Belichtungszeit

Die Belichtungszeit ist sowieso der universelle Tipp für hellere Bilder, je länger die Belichtungszeit, desto heller das Bild, selbst dunkle Räume können dank langer Belichtungszeit an helligkeit gewinnen. 

Contra Punkt: Je länger eure Belichtungszeit, desto schneller verwackelt euer Bild, wenn ihr die Kamera in euren Händen haltet. Benutzt bei Belichtungszeiten unter 1/20 unbedingt ein Stativ, kaum jemand schafft es bei soeiner kurzen Belichtungszeit und erst recht nicht ohne Bildstabilisator ein WIRKLICH knackiges Bild. Zudem entstehen schnelle Bewegungsunschärfen bei den Motiven, sogar ein Blinzeln ist zu viel bei einer langen Belichtungszeit.

Tipp Nr. 3 - Tageslichtlampe

Eine Lampe, bzw. besonders eine Tageslichtlampe ist perfekt um euch bei dunklen Räumen ein wenig Licht zu spenden. Das Licht ist für die Kamera leicht zu verarbeiten und sorgt für sehr naturgetreue Ergebnisse.

Contra Punkt: Tageslichtlampen sind leider etwas teuer, alleine ein recht helle Birne kommt locker an den Preis von 15 Euro. Nicht jeder möchte gerne für soein Licht derart viel Geld ausgeben.

Tipp Nr. 4 - Mehrere Lampen

Mehrere Lampen sind für ein Gutes ausleuchten ein muss. nicht jeder hat gerne sinnlos 2-3 Lampen rumstehen um damit zu fotografieren aber für ein optimales ausleuchten ist es am besten mindestens 2 Lampen zu besitzen, die in etwa gleich hell sind oder eine sehr helle und eine etwas schwächere um Schatten nur leicht auszuleuchten.

Contra Punkt:  2-3 Lampen aufzubewahren kann einen enormen Platzmangel hervorrufen, grade bei großen Softboxen kann es sehr nervig mit dem Platz werden. Selbst faltbare Softboxen, die man leichter verstauen kann beginnen irgendwann langsam aber sicher euch auf die Palme zu bringen, da man immer abbauen und aufbauen müsst. Findet immer einen passenden Ort, wo euch das überschüssige Zeug nicht stört aber es für spontane Shootings immer griffbereit steht.

Tipp Nr. 5 - Reflektor

Reflektoren kennen einige von euch vielleicht, es gibt sie in verschiedenen Farben, silber, gold, weiß. Sie sind dazu da um Licht logischerweise zu reflektieren, um so z.B. bei Shootings harte Schatten weicher zu strahlen, indem man die vorhandene Lichtquelle anvisiert und so auf das Motiv leuchtet, dass die Schatten zwar heller sind, aber nicht vollständig verschwinden und somit die Tiefe erhalten bleibt.

Wer einen Reflektor einfach mal basteln möchte, kann einen Karton mit Alufolie Betackern und ihn somit benutzen um etwas extra Licht an dunkle Partien zu bringen. Es funktionieren auch eine erste Hilfe Decke.

Contra Punkt: Reflektoren sind recht groß, für Anfänger alleine schwerer zu nutzen und kosten relativ viel. zwischen 12 euro und 30 kann es schon mal liegen, nicht jeder würde sein Geld gerne dafür ausgeben.

Tipp Nr. 6 - Spiegel

Wer z.B. bei Produktfotos nur eine Lampe zur Verfügung hat aber gerne wenig Schatten bei seinen Bildern möchte, kann einfach den guten alten Spiegel zur Hand nehmen. Ja ein Spiegel, ich stellt Lampe und Spiegel einfach Parallel zueinander auf, stellt euer Produkt in die Mitte und Zack... perfekt ausgeleuchtete Produkte xD Genial oder? Wieso bin ich da nie früher drauf gekommen.
Das waren also meine Tipps für Helle Bilder für euch, vielleicht war für euch ja etwas dabei und ihr verratet mir weiterhin eure Probleme, Fortschritte und Meinung zu der Reihe.


Liebste Grüße
Oli♥
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5 [Photograph School] Lektion 9 - Der Zoom

Hallöchen meine lieben,
heute gibts wieder eine Lektion Photograph School für euch und eine Lektion die ihr vielleicht eher als Grundlage verstehen könntet, was aber doch schon eher Fortgeschritten ist, jedenfalls wenn man es ernster betrachtet.

Lektion 9
Der Zoom

Der Zoom ist wohl die beliebteste Funktion einer jeden Kamera. Jeder benutzt es um an weit entfernte Objekte heran zu kommen, ohne näher treten zu müssen, oder schlicht einfach weil man nicht näher kommen kann.

Der Zoom ist bei Spiegelreflex Kameras ein wenig komplizierter als bei Digitalkameras oder bei Handys aber eher weniger wegen des Handlings sondern einfach in den Details.

Den meisten von euch ist doch sicherlich mal aufgefallen, das bei vielen Digitalkameras der Zoom als besonderes Special angedreht wird. Meine alte Bridge Cam z.B. wurde mit 20 Fach optischem Zoom beworben, was also heißt, dass das Bild nicht vergrößert wird sondern man 20 Fach näher an das Objekt heran Fährt, ähnlich wie bei Ferngläsern. 
Digitaler Zoom ist hingegen etwas völlig anderes, hat eine Kamera z.B. 5 Fachen optischen Zoom + 5 Fachen Digitalzoom heißt das, dass ich 5 Fach näher an das Bild heran fahren kann und DANN die digitalen Daten zusätzlich 5 Fach vergrößert werden, ähnlich als wenn ihr einen Bildausschnitt eines Fotos ausschneidet und ihn in Photoshop einfach vergrößern würdet. Digitalzoom ist also Digitalarbeit und macht eure Bilder oft sehr verpixelt und unscharf.

Spiegelreflexkameras haben ausschließlich Optischen Zoom also ideal für die Bildqualität. Bei Spiegelreflexkameras wird der Zoom aber auch anders angegeben als bei Digitalkameras, was bei Digitalkameras oft 10 facher Zoom heißt, hat bei Spiegelreflexkameras den Wert der Brennweite.
Die Brennweite bestimmt also den Zoomfaktor eurer Kamera. ein 18mm Objektiv zeigt bei einem Foto seeehr viel von eurer Umgebung als würdet ihr fast alles sehen, wie eure Augen es wahrnehmen. Habt ihr allerdings schon 50mm Brennweite, verschwinden schon Teile eures näheren Umfeldes aus dem Bild, könnt aber dafür an weiter entfernte Objekte heran.

Vergleichen kann man das jedoch wie vorhin schon mit Ferngläsern, wenn jemand neben euch steht und ihr schaut Gradeaus, könnt ihr oft noch diese Person gut erkennen, soweit sie etwas weiter vorne steht. würdet ihr dann durch ein Fernglas schauen, würdet ihr rein garnichts von dem Umfeld um euch herum sehen können, einzig und allein etwas was seeeeehr weit weg ist. Scheunenklappen eben.

Der Zoom hat also zwei verschiedene Aufgaben. weit entfernte Objekte heranholen, zu denen man selbst nicht näher heran treten kann, oder um Bildausschnitte festzulegen und zu komponieren.

Der Zoom an sich ist bei Spiegelreflex Kameras bzw. ihren Objektiven jedoch nicht ganz so einfach... Zoom ist nicht gleich Zoom, denn verschiedenen Brennweiten Bereiche sind auch verschiedene Objektiv Arten.

Diese Objektive sind Beispielsweise:

18mm: Ultra Weitwinkel Objektiv
35mm: Weitwinkel Objektiv
50mm: Normal Objektiv
100mm: Leichtes Teleobjektiv
200mm: Teleobjektiv

Verschiedenen Brennweiten, ermöglichen ganz verschiedenen Bilder zu machen. "Ermöglichen" heißt dabei aber nicht nur, dass es was gutes ermöglicht, je höher die Brennweite, desto weniger Möglichkeiten habt ihr eigentlich, wenn man es so sieht.

Folgendes Foto habe ich damals mit meinem 55-300mm Teleobjektiv geschossen, wie ihr sehen könnt, konnte ich zwar bei voller Brennweite näher an die Baby Eule ran aber bei offener Blende, ist soein extrem kleiner Bereich scharf, dass es glatt an Tunnelblick grenzt. Nichtmal der Vogel fast direkt neben ihm wurde einigermaßen scharf.


Das nächste Foto wurde ebenfalls bei 300mm Brennweite geschossen, jedoch mit etwas geschlossenerer Blende aber es reichte Grademal aus um den Vogel bis zur Hälfte seiner Flügelspannweite scharf abzulichten, die Spitzen der Flügel sind leicht unscharf (ich sehe es jedenfalls)


Bei hoher Brennweite müsst ihr also im klaren sein, das es viel kleinere Schärfebereiche bzw. immer kleiner werdende Bildbereiche gibt als bei Weitwinkeln.

Habt ihr also 18mm Weitwinkel eingestellt, könnt ihr in geschlossenen Räumen viel mehr vom Raum abbilden als mit 50mm, der Bildradius wird einfach viel kleiner und der Schärfebereich auch enger. 
Ich bin leider kein Experte, warum ganz genau das so ist wie es ist, bin ich nicht imstande es euch so einfach zu erklären, vieles ist selbst mir ja nicht  hundertprozentig klar. Aber das wissen ist Macht.

Brennweite ist Brennweite?

So gesehen ist Brennweite nicht gleich Brennweite.
Alle Objektive mit verschiedensten Brennweiten, haben noch einen kleinen Haken.
Fotografiert ihr mit beispielsweise mit einer Brennweite von 18mm, könnt ihr nicht so Nah an Objekte herantreten wie ihr möchtet um kleinere Bildausschnitte oder Nahaufnahmen zu machen wie Beispielsweise von einem Auge. Ihr braucht immer einen Mindestabstand der sich von Objektiv zu Objektiv verändert.

Fotografiert ihr mit 18mm könnt ihr keine Nahaufnahme des Auges nicht mehr machen, weil der Mindestabstand mit ebenfalls 11cm für eine Nahaufnahme gut wäre, ihr kämmt optisch jedoch nicht nah genug heran



Wenn ihr jedoch mit einem 18-55mm Weitwinkel Objektiv bei 55mm eine Nahaufnahme machen wollt, geht das ganz einfach, denn ihr habt bei 55mm die Möglichkeit sehr nah an euer Auge ran zu kommen, ihr habt nämlich einen bloß sehr geringen Mindestabstand von 11cm notwendig für ein scharfes Bild, bekommt aber ein nahes Ergebnis.



Fotografiert man im Gegensatz mit einer Festbrennweite von 50mm habt ihr wieder ein Mindestabstand Problem. Während man bei einem 18-55mm Objektiv bei 55mm Brennweite Nahaufnahmen machen kann, benötigt ihr bei einer 50mm Festbrennweite Sage und Schreibe 32cm Abstand für ein relativ nahes Bild. Nahaufnahmen unmöglich.


Fotografiert man wiederum mit einem 55-300mm Teleobjektiv bei 55mm Brennweite, ist ein Mindestabstand von Sage und Schreibe ca. einem Meter nötig um ein nahes scharfes Bild zu bekommen.



Fotografiert man bei 300mm, dann kommt man aber auch wieder wirklich nah heran.



Der Grund dafür ist einfach, das bei der Technik der Objektive bei einigen Brennweiten  einfach eine Art Weitsichtigkeit eintritt. Objektive sind eben wie Augen, einige sind Weitsichtig, einige Kurzsichtig :P Das Geheimnis ist, sich zu merken bei welchem Objektiv man Welche Abstände einhalten muss.

Wie ihr seht, ist alleine das simple Thema Zoom bei Spiegelreflexfotografie wieder eine ganz eigene Sache. Viele Tipps konnte ich euch vielleicht nicht geben aber immerhin einfach Theoretisches Wissen.

Ihr seht nun denke ich ein paar Unterschiede direkt vor Augen.

Ich hoffe ihr verfolgt die Reihe munter weiter und erklärt mir eure Fortschritte oder Probleme.

Liebste Grüße, Oli♥
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